Logistik
Fahrermangel macht Großbritannien Probleme

Eurotunnel-Mitarbeiter kontrollieren in Folkestone die Dokumente eines Lkw-Fahrers. Foto: Frank Augstein/AP/dpa

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Lastwagenfahrer dringend gesucht: Ein akuter Mangel an Fahrern sorgt in Großbritannien für Probleme an allen Ecken und Enden. Über kurz oder lang könnte das auch auf Deutschland zukommen.

Im Supermarkt klaffen Lücken im Regal, Milchbauern bleiben auf ihrer Milch sitzen, bei Ikea fehlen die Matratzen und in Kläranlagen mangelt es an wichtigen Chemikalien. Es gibt kaum eine Branche, die dieser Tage in Großbritannien nicht klagt.

Der Grund ist fast immer der gleich: Es fehlen Menschen, die Dinge von A nach B bringen. Das sind in der Regel Menschen, die Lastwagen fahren. Laut Branchenverband Road Haulage Association hat Großbritannien zurzeit rund 100.000 zu wenig von ihnen.

Das liegt – wie so oft – auch am Brexit und seinen Hürden. Zudem hat die Corona-Pandemie die Lage verschärft. Doch Experten rechnen nicht damit, dass die Insel mit dem Problem allein bleiben wird. «Was in Großbritannien passiert, ist durch den Brexit beschleunigt. Ich gehe aber fest davon aus, dass wir in Westeuropa die gleiche Situation haben werden, nur etwas zeitversetzt», sagt Dirk Engelhardt vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Wir warnen davor, dass wir auch in Westeuropa sehenden Auges in einen Versorgungskollaps laufen.»

Auch in Deutschland fehlten bereits zwischen 60.000 und 80.000 Fernfahrer, so Engelhardt – Tendenz steigend. Jährlich gingen rund 30.000 Fahrer in Rente und nur rund 15.000 Nachwuchskräfte kämen nach. «Es gibt eine weltweite Not an Fahrern.»

Der Mangel hat viel damit zu tun, dass der Beruf des Lastwagenfahrers oder der – bislang noch seltener vorkommenden…