Vor 99 Jahren entdeckte der britische Archäologe Howard Carter die letzte Ruhestätte des Königs Tutanchamun im Tal der Könige im ägyptischen West-Theben. Es war ein Sensationsfund, denn seit der Antike waren die Grabkammern unberührt geblieben. Neben Alltagsgegenständen waren sie mit prunkvollen Schätzen gefüllt, die Tutanchamun auf seiner Reise ins Jenseits begleiten sollten. 

Repliken lassen Grabkammer naturgetreu erleben

Der Fund des über 3000 Jahre alten Grabes machte aus Tutanchamun einen berühmten Pharao.

Ausgrabungsarbeiten bei Tutanchamuns Ruhestätte im Jahr 1922. Links im Bild: Howard Carter, der Entdecker des Grabes.

Es wird angenommen, dass seine Eltern Echnaton und Nofretete waren – eindeutig konnte dies bislang nicht belegt werden. Sicher ist jedoch, dass der Kindkönig nur kurze Zeit regierte (ca. 1332 bis 1323 v. Chr.) und bereits als junger Mann starb. Dank des berühmten Grabes kennt heute jedes Schulkind Tutanchamun und seine blau-goldene Maske. Die Faszination für das alte Ägypten, seine Pharaonen, Mumien und Pyramiden ist selbst fast hundert Jahre nach Carters Sensationsfund ungebrochen.

Davon zeugt auch die Ausstellung „Tutanchamun: Sein Grab und die Schätze“, die schon auf der ganzen Welt Besuchermassen anlockte, und nach einer USA-Tour nun Halt im Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim macht. Gezeigt werden jedoch keine originalen Fundstücke, sondern über 1000 Replikate von Grabbeigaben, Schreinen und Särgen sowie der berühmten Goldmaske. Auf diese Weise sollen die Besucherinnen und Besucher die Grabkammer Tutanchamuns samt der Schätze in der ursprünglichen Anordnung entdecken können. „Die Ausstellung möchte vermitteln, wie faszinierend es sein kann mithilfe von sorgfältig gearbeiteten Repliken einen Eindruck wiederzugewinnen, der bisher nur in zweidimensionalen Schwarzweiß-Fotografien oder malerischen Rekonstruktionen nacherlebt werden konnte“, so die Veranstalter. 

Eines der Highlights der Schatzkammer: der…