Proteste gegen IAA
Nach Autobahnblockade bei München: Mindestens 13 Aktivisten müssen in Haft

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei versucht einen Gegner der IAA von einer Schilderbrücker über der Autobahn A9 bei Fürholzen Richtung München herunterzuholen

© Matthias Balk / DPA

Am Dienstag mussten mehrere Fernstraßen um München wegen Protestaktionen gegen die Automesse IAA-Mobility vorübergehend gesperrt werden. Mindestens 13 Aktivisten wurden verhaftet. Gegen 26 Beteiligte ermittelt die Polizei.

Nach der Protestaktion gegen die Automesse IAA Mobility auf mehreren Autobahnen im Raum München bleiben mindestens 13 Demonstranten bis Sonntagabend in Haft. Das Amtsgericht Erding nahm neun der Frauen und Männer nach Angaben von Gerichtssprecher Thomas Lindinger aufgrund des bayerischen Polizeigesetzes in Präventionshaft.

Weitere vier kamen nach Erlassen eines Haftbefehls in Untersuchungshaft, weil ihnen die Straftaten Nötigung und schwerer Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen werden, ihre Identität bislang aber nicht feststellbar war, wie die Polizei mitteilte. Ein fünfter Demonstrant habe identifiziert werden können, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Wegen der Aktionen ermittelt der Staatsschutz. Insgesamt seien acht Demonstranten wieder freigelassen worden. „Auch hier wurden präventivpolizeiliche Maßnahmen, wie beispielsweise Betretungsverbote für den gesamten Veranstaltungsbereich der IAA Mobility 2021, ausgesprochen“, teilte die Münchner Polizei mit.

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