Meinung

WM-Qualifikation
Warum die ersten Flick-Länderspiele ein Armutszeugnis für Joachim Löw sind

Hansi Flick hat die Geschicke der Nationalelf von seinem zuletzt glücklosen Vorgänger übernommen – und die Löw’schen Blockaden offenbar schon gelöst.

© Frank Hoermann / Seven Simon / Picture Alliance

von Dieter Hoß
09.09.2021, 13:40 Uhr

Drei Siege, 12:0 Tore. Das hört sich nach der Bilanz einer deutschen Nationalelf in der WM-Quali an. Neu-Coach Hansi Flick hat in nur drei Spielen mehr bewegt als sein Vorgänger in drei Jahren. Ein Armutszeugnis für Joachim Löw.

Selbstverständlich sollte es keine große Sache sein, wenn der vierfache Welt- und dreifache Europameister in der WM-Qualifikation drei Gegner aus der dritten und vierten Reihe des europäischen Fußballs recht sicher besiegt. Schon gar nicht, wenn unter den Ergebnissen auch ein furchtbar verkrampftes, eher blamables 2:0 gegen Liechtenstein ist; ein allzu schmaler Sieg gegen die bewundernswert standhafte Auswahl eines Zwergstaates, dessen gesamte Bevölkerung (gut 38.000) nicht ausreicht, das Dortmunder Stadion auch nur zur Hälfte zu füllen.

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Ridle Baku: Der Wolfsburger Profi, der in der vergangenen Saison alle 34 Bundesliga-Spiele absolvierte, verfügt über die Erfahrung von drei Bundesliga-Spielzeiten. Ausgebildet wurde der U21-Europameister beim FSV Mainz 05. In Wolfsburg und der Nationalelf spielt der 23-Jährige als rechter Außenverteidiger, obwohl er ursprünglich Angreifer war.

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Und dennoch ist die Bilanz der ersten drei Länderspiele unter Neu-Coach Hansi Flick bemerkenswert. Weil eben zuletzt, zum Ende der Ära Löw, gar nichts mehr selbstverständlich war bei der „Mannschaft“. Schlimmer noch: Die Truppe wirkte, als hätte sie keinerlei…