Apokalypse oder Naturphänomen?
Erdbeben in Mexiko: Seltsame blaue Lichter am Himmel schüren Angst vor dem Ende der Welt

Zwei Autos sind bei dem Erdbeben in Mexiko nahe Acapulco fast einen Abhang hinuntergestürzt. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

© Raul Agui / Getty Images

Als in Mexiko in dieser Woche die Erde bebte, zeigte sich am Himmel ein seltsames Lichtphänomen, das viele Menschen zusätzlich verunsicherte. Auf Twitter kursierte rasch der spanische Begriff für Apokalypse.

Das schwere Erdbeben in der Nacht zu Mittwoch hat in Mexiko offenbar nicht nur die Pazifikregion rund um den Urlaubsort Acapulco erschüttert, sondern auch die Nerven zahlreicher Menschen. Bewohner und Touristen flüchteten sich nach den Erdstößen der Stärke 7,1 voller Angst aus ihren Häusern und Hotels auf die Straßen. Doch der Anblick, der sich ihnen dort bot, sorgte bei vielen für noch mehr Verunsicherung: Blaues Licht blitzte immer wieder am Himmel auf und erhellte den Horizont.

Augenzeug:innen teilten spektakuläre Videos der Lichterscheinungen in den sozialen Medien. Und schon bald verbreitete sich dort der Hashtag „Apocalipsis“, das spanische Wort für den biblischen Begriff „Apokalypse“, der das Ende der Welt bezeichnet.

Phänomen seit langer Zeit bekannt

Doch mit der Apokalypse hatten die blauen Blitze nichts zu tun. Man müsse sich keine Sorgen machen, die Lichter seien kein Zeichen dafür, dass die Welt untergehe, versicherte der Physiker Troy Shinbrot von der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey dem US-Sender NPR. „Wenn dem so wäre, hätte die Apokalypse schon vor tausend Jahren stattgefunden, als das Phänomen zum ersten Mal entdeckt wurde.“ Die so genannten Erdbebenlichter (EQL) träten ziemlich regelmäßig auf und ihre…