Energietechnik
Studie: „Blauer Wasserstoff“ klimaschädlicher als Kohle oder Gas

Eine der zwei Anlagen, die blauen Wasserstoff herstellen, setht in Alberta, Kanada.

© Shell / PR

von Gernot Kramper
09.09.2021, 13:13 Uhr

Wasserstoff verspricht saubere Energie, aber solange das Gas nicht mit regenerativer Energie erzeugt wird, ist es auch nicht sauber. Eine neue Studie hält auch blauen Wasserstoff für einen Klimakiller. Schuld sind entweichende Methan-Gase.

Wasserstoff wird gern als umweltfreundlicher Brennstoff dargestellt. Bei der Verbrennung bzw. der Reaktion des Gases entsteht schließlich nur Wasser und kein klimaschädliches CO2 oder gar gesundheitsschädliche Abgase. Das ist nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Denn beim Wasserstoff entsteht das Problem bei der industriellen Herstellung des Gases. Hier unterscheiden sich grüner und blauer Wasserstoff. Blau und Grün signalisieren als Farben Umweltfreundlichkeit. Dabei soll die Klimabilanz des blauen Wasserstoffs weit schlechter sein als die von Kohle. Das sagt eine Studie, die in „Energy Science and Engineering“ veröffentlicht wurde.

Strom-Speicher

Wende beim Wasserstoff – Fraunhofer Institut bändigt das gefährliche Gas in einer Powerpaste

05.02.2021

Die Herstellung von Wasserstoff erfordert vor allem Energie. Grün bedeutet, dass das Gas mit Hilfe von regenerativer, natürlicher Energie hergestellt wird. Das ist im Prinzip möglich, aber derzeit noch nicht wirtschaftlich. Also werden fossile Energieträger genutzt. Bei schwarzem Wasserstoff ist es Kohle. Grauer Wasserstoff stammt aus Erdgas. Braun aus Braunkohle. Weit über 90 Prozent der Wasserstoffproduktion nutzt diese schmutzigen Energiequellen.

Blauer Wasserstoff soll eine umweltfreundliche Alterbnative sein, er wird mit Umwegen aus Methan hergestellt. Das entstehende Kohlendioxid wird abgeschieden und…