Börse in Frankfurt
Dax halbiert vor EZB-Sitzung sein Minus

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

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Belastet von Konjunktursorgen und vor den geldpolitischen Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB) am heutigen Nachmittag tendiert der deutsche Aktienmarkt weiter nach unten.

Belastet von Konjunktursorgen und vor den geldpolitischen Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB) am heutigen Nachmittag tendiert der deutsche Aktienmarkt weiter nach unten.

Der Dax verlor zunächst rund ein Prozent und erreichte den tiefsten Stand seit Ende Juli. Danach machte das Börsenbarometer aber rund die Hälfte der Kursverluste gut und notierte zuletzt noch 0,43 Prozent tiefer bei 15.546,36 Punkten. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsenwerte büßte 0,07 Prozent auf 35.919,87 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 gab um rund 0,5 Prozent nach.

Im Fokus steht vor allem das Pandemie-Programm (Pepp) der EZB. Auf der Pressekonferenz von Präsidentin Christine Lagarde geht es um mögliche Hinweise über den Fortgang des Anleihe-Kaufprogramms, das ein Volumen von 1,85 Billionen Euro hat und gemäß bisherigem Stand noch bis mindestens Ende März 2022 laufen soll. Schließlich hat die Inflation in der Eurozone angezogen, und auch die Wirtschaft erholt sich von der Pandemie. Eine grundsätzliche Entscheidung wird allerdings noch nicht erwartet.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank in ihrem Konjunkturbericht («Beige Book») eine Abschwächung der Wirtschaftsdynamik konstatiert. Auch in den USA steht eine Reduzierung der Fed-Anleihekäufe noch in diesem Jahr im Raum.

«Die Anzeichen mehren sich, dass die Marktteilnehmer die konjunkturelle Gesamtsituation falsch eingeschätzt haben», stellte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect fest. Vor der EZB-Ratssitzung dürfte kaum ein…