Angebliche Biotech-Pionierin
Fehler oder Betrug? Prozess gegen Bluttest-Unternehmerin Holmes hat begonnen

Elizabeth Holmes bei einer Gerichtsanhörung 2019

© Justin Sullivan / AFP

Betrug oder unternehmerische Fehler? In Kalifornien hat der Prozess gegen die Unternehmerin und Milliardärin Elisabeth Holmes begonnen. Sie sorgte einst mit einem angeblichen revolutionären Blutest für Furore und verdiente viel Geld.

Sie wurde einst als Biotech-Pionierin gefeiert und steht jetzt als Angeklagte vor Gericht: Im kalifornischen San José hat der mit Spannung erwartete Betrugsprozess gegen die frühere Bluttest-Unternehmerin Elizabeth Holmes begonnen. Die Anklage warf der heute 37-Jährigen im Eröffnungsplädoyer am Mittwoch vor, es per Betrug zur Milliardärin gebracht zu haben. Holmes‘ Verteidiger hingegen führten an, sie habe lediglich unternehmerische Fehler gemacht.

„In diesem Fall geht es darum, zu lügen und zu schummeln, um an Geld zu kommen“, sagte Staatsanwalt Robert Leach. „Als sie kein Geld und keine Zeit mehr hatte, hat Elizabeth Holmes sich entschieden zu lügen.“

Elisabeth Holmes drohen 20 Jahre Haft

Der Gründerin des Unternehmens Theranos wird vorgeworfen, Investoren, Ärzte und Patienten mit dem Versprechen einer revolutionären Technologie für schnelle und kostengünstige Bluttests getäuscht zu haben. Bei einer Verurteilung wegen Betrugs und Verschwörung zum Betrug drohen ihr bis zu 20 Jahre Haft.

Staatsanwalt Leach sagte, Holmes und ihr Geschäftspartner Ramesh „Sunny“ Balwani hätten behauptet, dass das von Theranos entwickelte Gerät „anhand eines Bluttropfens von der Fingerkuppe für einen sehr niedrigen Preis jeden erdenklichen medizinischen Test vornehmen kann“. Sie hätten auch erklärt, dass die US-Armee das Gerät benutze, dass es von großen Pharmaunternehmen beworben werde und dass sie bald „hunderte Millionen…