Sehen Sie im Video: Zweiter Weltkrieg – mit diesem streng geheimen Cartoon wurden US-Soldaten ausgebildet.

Dieser Cartoon aus dem Zweiten Weltkrieg ist mit Sicherheit nicht für Kinder gedacht.

Die Zeichentrick-Reihe um die titelgebende Figur „Private Snafu“ wurde Angehörigen der US-Streitkräfte im Rahmen von Filmvorführungen des „Army-Nany Screen Magazine“ im Zweiwochentakt weltweit vorgeführt.

Ziel der Vorführungen war es, die Moral der Streitkräfte zu stärken und jungen Soldaten mit einem niedrigen Bildungsstand militärische Themen und Prinzipien zu vermitteln.

Hierzu verstößt der tollpatschige Held in den Filmen meist gegen das militärische Protokoll, sieht wegen seiner Sorglosigkeit sich mit fatalen Konsequenzen konfrontiert und lernt eine Lektion.

Ein Beispiel: Er schreibt seiner Freundin heimlich einen Brief, der sensible Informationen enthält – und gerät in einen japanischen Hinterhalt.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges unterlagen die Cartoons der militärischen Geheimhaltung. Die Produktion wurde unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt.

Bei der Konzeption der Reihe war das Produktionsunternehmen Warner Bros. Cartoons nicht an die damals üblichen Richtlinien für Cartoons gebunden und konnte so derbe Sprache und anstößigen Humor in die Filme einfließen lassen.

An der Produktion der strenggeheimen Filme waren bekannte Branchengrößen beteiligt: Die meisten Geschichten wurden von Kinderbuchautor Theodor „Dr. Seuss“ Geisel geschrieben. Er ist ebenfalls bekannt für die Erfindung des weihnachtshassenden „Grinch“. Bugs-Bunny-Synchronsprecher Mel Blanc leiht Private Snafu seine Stimme.

Aufgrund der rassistischen und stereotypisierten Darstellung feindlicher Soldaten stehen die Kurzfilme heute oftmals in der Kritik. In den Nationalarchiven der USA heißt es dazu:

„Die Cartoons enthalten oft negative Darstellungen der Japaner. Während die rassistischen Bilder aus moderner Perspektive schwer zu dulden sind, versuchten die Cartoons, Soldaten gegen einen…