Bundestagwahl
So unzufrieden sind die Deutschen mit den Kanzlerkandidaten

Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz (v.l.n.r.)

© imago images/Sven Simon

Wer wird künftig die Bundesrepublik regieren? Würde die Bevölkerung den Kanzler oder die Kanzlerin direkt wählen, hätte keiner der Kandidat:innen so richtig gute Karten.

Die wahlberechtigte Bevölkerung Deutschlands ist nicht zufrieden mit der politischen Arbeit der aktuellen Kanzlerkandidat:innen. Gut zwei Monate vor der Bundestagswahl ist das Urteil für Baerbock, Laschet und Scholz im aktuellen ARD-DeutschlandTREND vernichtend. Bei allen drei Kandidaten überwiegt die Unzufriedenheit. 

Mit der Arbeit von Laschet sind nur 27 Prozent der Befragten zufrieden, Baerbock kommt auf 27 Prozent, Scholz schneidet mit rund 48 Prozent am besten ab. Der Vergleich der Zufriedenheit mit den Spitzenkandidat:innen aus den vorherigen Bundestagswahlen zum gleichen Zeitpunkt zeigt deutlich, dass sowohl die Union als auch die Grünen scheinbar aufs falsche Pferd gesetzt haben. Angela Merkel hatte beispielsweise bei den letzten drei Wahlen nie weniger als 60 Prozent Zustimmung, wie die Statista-Grafik zeigt.

Auch mit Baerbock sind die Wähler:innen deutlich unzufriedener als mit ihren Vorgängern – Trittin erhielt 46 beziehungsweise 36 Prozent Zustimmung, Özdemir befürworteten 2017 sogar 55 Prozent.

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Einzig Olaf Scholz macht unter den aktuellen Anwärtern eine bessere Figur als die letzten Kandidaten der SPD. Er steht rund zwei Prozentpunkte über den Zufriedenheitswerten von Schulz und etwa vier über Steinbrück. Mit der Arbeit Steinmeiers waren 2009 allerdings ganze 71 Prozent der Umfrageteilnehmer zufrieden – utopische…