Reform im Weltfußball
Widerstand gegen Fußball-WM alle zwei Jahre: Uefa und Fan-Organisationen gegen Fifa-Pläne

Glückliche Franzosen: 2018 stemmten Les Bleus die WM-Trophäe in den Moskauer Himmel 

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Die Debatte wird schärfer: Uefa-Präsident Ceferin spricht sich gegen eine Verkürzung des WM-Rhythmus aus, Anhänger weltweit organisieren den Widerstand. Doch die Fifa und deren Präsident Infantino rühren kräftig die Werbetrommel für mehr Turniere.

Es wäre zu schön gewesen, hätten die beiden in Abneigung verbundenen Granden des Weltfußballs direkt nacheinander auf derselben Bühne über das große Streitthema gesprochen. Fifa-Präsident Gianni Infantino ließ sich – vielleicht in weiser Voraussicht – aber entschuldigen und schickte nur eine Videobotschaft an die Generalversammlung der mächtigen Club-Vereinigung ECA. Das Treffen nutzte Uefa-Chef Aleksander Ceferin gekonnt, um gegen die heikle Fifa-Studie zur Verkürzung des WM-Rhythmus zu opponieren.

Die Weltmeisterschaften hätten „gerade wegen ihrer Seltenheit ihren Wert“, sagte der Slowene über das derzeit wie die Europameisterschaft (noch) alle vier Jahre ausgerichtete, milliardenschwere Großereignis. Die WM alle zwei Jahre zu veranstalten, würde das Turnier selbst entwerten. „Mehr ist nicht immer besser“, sagte Ceferin – ein Satz, der kaum zur Entwicklung des Weltfußballs passt.

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