von Malte Mansholt
08.09.2021, 18:05 Uhr

Seit gestern hat El Salvador Bitcoin als offizielle Währung eingeführt, selbst Fastfood und Taxifahrten sollen sich nun mit den digitalen Münzen bezahlen lassen. Doch der große Enthusiasmus blieb angesichts des holprigen Starts aus.

Irgendwann sollen Bitcoin und Co. die klassischen Währungen beerben, so träumen es seit Jahren die Krypto-Fans. Mit El Salvador hat nun das erste Land der Welt Bitcoin zusätzlich zum US-Dollar als offizielle Währung anerkannt. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist. Die Regierung erhofft sich einen Investmentboom. Doch erstmal kam der große Schreck.

Denn der von der Krypto-Gemeinde lange ersehnte Tag der Einführung lief längst nicht so rund, wie sich das wohl viele erhofft hatten. Technische Probleme mit der von der Regierung angebotenen Wallet-App, Proteste der Bürger und ein Crash des Bitcoin sorgten für viel Unruhe. Da half auch nicht, dass sich Fans erstmal mit dem ersten per Krypto gezahlten McDonald’s-Menü bei Twitter feierten.

„Coole“ App und Geldgeschenke

Dabei hatte die Regierung des mittelamerikanischen Landes viel dafür getan, der Bevölkerung die neue Währung ans Herz zu legen. Jeder Bürger erhielt einen Bitcoin-Betrag geschenkt, der einem Wert von 30 Dollar (etwa 25 Euro) entspricht. Dazu gab es mit der App Chivo (lokaler Begriff für „cool“) eine eigene Anlaufstelle, bei der die Salvadorianer ihre Coins aufbewahren können. Mit einem System von 200 Bitcoin-Kiosks und Geldautomaten will man die Eintrittshürde weiter senken. 

Doch funktioniert hatte das schon an Tag 1 nicht so richtig. Die App, die man ja zwingend zur Anforderung des Einstiegsgeldes brauchte, war in keinem der bekannten App-Shops zu finden, erst später am Tag tauchte sie bei Apples App Store und in Huaweis App Gallery auf. Doch unter dem großen Zulauf brachen die…