Interview-Serie

Junge Menschen vor der Wahl
„Viele Jugendliche haben das Gefühl nicht wichtig genug zu sein, um ernsthaft einbezogen zu werden“

Anna Klaedtke (18) hätte sich vom Wahlkampf „mehr Ernsthaftigkeit, politische Diskussionen und Argumente gewünscht“

© Alex Kleis / ProjectTogether

Die 18-jährige Anna Klaedtke wünscht sich, dass ihre Generation von der Politik ernster genommen wird. Wie man junge Menschen politisch besser motivieren kann und was sie im aktuellen Wahlkampf vermisst, hat sie bei der „Unmute Now“-Kampagne in Belitz erzählt.

Das Klima geht den Bach runter. Corona hat die Unis dicht gemacht. Und Rente kriegen wir ja eh alle nicht mehr. Kurz vor der Bundestagswahl fühlen sich viele junge Menschen von der Politik alleingelassen. Ihre Perspektiven und Interessen finden im Wahlkampf kaum statt. Ihnen will die  „Unmute Now“-Kampagne der gemeinnützigen Organisation „ProjectTogether“ Gehör verschaffen.

Seit dem 23. August 2021 ist das „Unmute Now“-Team mit einem Bus quer durch Deutschland unterwegs. Ihr Ziel: Mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Stimmen sichtbar zu machen. In Belitz trifft das Team die 18-jährige Anna Klaedtke. Sie wünscht sich, dass junge Menschen von der Politik ernster genommen werden – und hat richtige Argumente im Wahlkampf bisher vermisst.

Wirst du am 26. September wählen gehen?

Anna Klaedtke: Ich gehe auf jeden Fall wählen, weil das meine Chance ist, meine Zukunft mit zu gestalten. 

Was ist für dich das wichtigste Thema bei der Wahl? 

Der Klimaschutz steht bei mir ganz oben auf der Liste. 

Werden deine Interessen von den etablierten Parteien vertreten?

Dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, ist von mehreren Parteien das Ziel. Aber vor allem die Linke und die…