von Marc Drewello
08.09.2021, 12:52 Uhr

Bei der Bundestagswahl am 26. September tritt eine Reihe von Kleinparteien an, deren Namen Sie womöglich noch nie gehört haben. Wir stellen sie Ihnen vor.

Kennen Sie die Europäische Partei Liebe? Oder Die Urbane. Eine HipHop Partei? Oder die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer? Nein? Sollten Sie aber vielleicht. Denn diese Parteien könnten bei der nahenden Bundestagswahl auf Ihrem Wahlzettel stehen. Und noch einige mehr, von denen Sie womöglich noch nie gehört haben.

Volksentscheide, Grundeinkommen, Abfuckprämie

Insgesamt 47 Parteien hoffen am 26. September auf die Kreuze der Wählerinnen und Wähler. 40 davon beteiligen sich nach Angaben von Bundeswahlleiter Georg Thiel mit Landeslisten, sieben weitere nur mit Kandidatinnen oder Kandidaten in einzelnen Wahlkreisen.

In allen 16 Bundesländern sind nur SPD, AfD, FDP, Linke, Freie Wähler, Die Partei, Tierschutzpartei, NPD, ÖDP, MLPD und Volt mit Landeslisten vertreten. Die CDU tritt in allen Ländern außer Bayern an, die Grünen in allen Ländern außer dem Saarland und die CSU nur in Bayern. Sieben der 54 Parteien, die der Bundeswahlleiter eigentlich zur Bundestagswahl zugelassen hat, haben weder Landeswahllisten noch Wahlkreiskandidierende aufgestellt, bewerben sich also trotz Zulassung nicht um Stimmen und können daher am 26. September auch nicht gewählt werden.

Die Forderungen der Kleinparteien reichen von mehr Tier- und Naturschutz und der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens über die Autonomie Bayerns bis hin zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, einer Bierpreisbremse und Geld für „ein schönes Hochzeitkleid“ und einen „edlen Hochzeitsanzug“. Damit Sie nicht erst in der Wahlkabine erfahren, wer da alles Ihre Stimme haben möchte und welcher der Bewerber vielleicht genau Ihre Wünsche und Bedürfnisse anspricht,…