Bericht der Universität Bonn
Corona als Katalysator: Globale Katastrophen stehen in direktem Zusammenhang

Verbrannte Gegenstände, die von den Flammen der Waldbrände des sogenannten Dixie-Feuers zerstörte wurden sind im Zentrum von Greenville zu sehen.

© Noah Berger / DPA

Was haben eine Heuschreckenplage und die Corona-Pandemie miteinander zu tun? Auf den ersten Blick eher wenig. Forschende der Universität Bonn sehen aber klare Zusammenhänge.

Waldbrände, Dürreperioden, Überschwemmungen – in den vergangenen Jahren ist die Welt Zeuge von vielen Katastrophen geworden. Forscher der UN-Universität in Bonn sind nun zu dem Schluss gekommen, dass diese Ereignisse in direktem Zusammenhang zueinander stehen, auch wenn sie nicht direkt etwas miteinander zu tun haben.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben hierzu zehn Katastrophen in den Jahren 2020 und 2021 untersucht und sind auf vielfältige Beziehungen gestoßen. Die Untersuchung illustriere, dass von Menschen verursachte Katastrophen miteinander verbunden seien, aufeinander aufbauten und die Basis für künftige Katastrophen schafften, erklärte die Universität.

Was ein Zyklon mit Corona zu tun hat

Zu den untersuchten Katastrophen zählten etwa die Waldbrände im Amazonasgebiet, die Hitzewelle in der Arktis, der Zyklon Amphan, die Kältewelle in Texas, die Heuschreckenplage am Horn von Afrika, aber auch die Corona-Pandemie und die Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut. „Wir haben sehr unterschiedliche Ereignisse herausgepickt“, sagte Zita Sebesvari, leitende Wissenschaftlerin an der Universität der Vereinten Nationen. „Wir wollten bewusst nicht nur Ereignisse auswählen, die offensichtlich mit dem Klimawandel zu tun haben.“

Viele Katastrophen sind dennoch über das Klima verbunden. Die Autorinnen und Autoren nennen etwa die Hitzewelle in der Arktis und die…