Schwangerschaftsabbrüche in Texas
Texas-Bann, Promi-Protest, Website-Aus: So wehren sich Amerikaner gegen das neue Abtreibungsgesetz

„Leg dich nicht mit texanischen Frauen an“: Demonstrant:innen protestieren im Mai vor dem Kapitol in Austin gegen das texanische Abtreibungsgesetz.

© Sergio Flores / Getty Images

Portland geht am weitesten: Die liberale Stadt will mit einer Eilverordnung die Einfuhr von Waren aus Texas untersagen – aus Protest gegen die neuen Abtreibungsregeln dort. Nicht nur an der Westküste wird der Protest gegen die harsche Regelung lauter.

Die Amerikaner haben ein kompliziertes Verhältnis zur Abtreibung. Rund zwei Drittel aller US-Bürger unterstützen das Recht auf den Schwangerschaftsabbruch, doch gleichzeitig befürworten auch 48 Prozent mehr oder weniger drastische Einschränkungen, etwa bei der Zulassung bestimmter Ärzte. Seit Jahrzehnten tobt deshalb ein Kulturkampf, und die sogenannte Pro-Life-Bewegung, die für die Verschärfung der Abtreibungsgesetze trommelt, kann in letzter Zeit deutliche Erfolge verbuchen. Besonders spektakulär hat nun Texas das Abtreibungsrechte verschärft – und zwar so drastisch, dass der liberale Teil der USA (wieder) laut aufbegehrt.

Portland mit Anti-Texas-Beschluss

Die Stadt Portland in Oregon, Inbegriff des linksalternativen Lebensstils, plant nun per Gesetz den Erwerb und die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen aus Texas zu untersagen. Das will der Stadtrat aus Protest gegen Schwangerschaftsabbbruchregeln am Mittwoch in einer „Notfallresolution“ beschließen. Zudem soll es auch Angestellten der Stadt untersagt werden, nach Texas zu reisen.

„Der Stadtrat von Portland steht vereint hinter dem Glauben, dass alle Menschen das Recht haben, selbst zu entscheiden, ob und wie sie eine Schwangerschaft austragen. Die damit verbundenen komplexen wie schwierigen Entscheidungen, sollen sie abhängig von ihren…