von Malte Mansholt
07.09.2021, 21:47 Uhr

Geht es um Streaming-Geräte, ist Amazons FireTV in deutschen Haushalten der König. In den USA muss sich der Gigant aber klar dem hierzulande kaum bekannten Hersteller Roku geschlagen geben. Der will jetzt auch Deutschland erobern. 

Die neue Lieblingsserie bei Netflix weiterschauen, einen Blockbuster bei Amazon mieten oder die Politsendung auf Abruf in den Mediatheken streamen: Das beherrschen heute die meisten smarten Fernseher. Trotzdem freuen sich Streaming-Boxen wie Amazons FireTV weiter großer Beliebtheit. In den USA kommt man am Hersteller Roku kaum vorbei. Jetzt wagt er den Sprung über den großen Teich.

Grundsätzlich erscheinen die Roku-Produkte erst einmal bekannt. Wie andere Hersteller bietet das Unternehmen kleine Boxen und Sticks an, die in den Fernseher gesteckt werden und dann die Zuschauer mit einer eigenen Oberfläche und Zugang zu zahlreichen Streaminganbietern versorgen. Und doch: Der gewaltige Erfolg in der Heimat USA spricht dafür, dass der Konzern etwas richtig macht. 

Mehr als nur ein Stick

„Roku ist eigentlich das Betriebssystem“, erklärt die für das internationale Geschäft verantwortliche Vizepräsidentin Mirjam Laux im Gespräch mit dem stern. „Und da unterscheiden wir uns eben. Wir sind der einzige Anbieter, der sich nur auf die TV-Erfahrung konzentriert und sein System nicht von Tablet oder Smartphone portieren muss. Roku ist TV. Und nur das.“

Entsprechend fokussiert fällt die Bedienung der Oberfläche aus. Die Inhalte stehen im Vordergrund, als erster Hersteller bot Roku in der sehr übersichtlich gestalteten Oberfläche die Suche von Serien und Filmen über alle Streamingdienste hinweg an. Ob die Nutzer bei Netflix schauen, einen Film bei iTunes leihen oder Sport bei Sky sehen wollen, ist Roku letztlich egal: Man arbeitet mit allen Anbietern zusammen. Bei der Benutzerführung in…