Antrag auf Dienstunfähigkeit
Nach verheerenden Überschwemmungen: Landrat von Ahrweiler gibt sein Amt auf

Jürgen Pföhler, Landrat in Ahrweiler, hat die dauerhafte Dienstunfähigkeit beantragt

© Thomas Frey / DPA

Nach den heftigen Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz steht der Landrat von Arhweiler, Jürgen Pföhler, massiv in der Kritik. Jetzt hat er dauerhaft die Dienstunfähigkeit beantragt.

Mehr als sieben Wochen nach der Flutkatastrophe im rheinland-pfälzischen Ahrtal hat der unter Druck stehende Landrat des Kreises Ahrweiler eine dauerhafte Dienstunfähigkeit beantragt. Der Antrag von Jürgen Pföhler (CDU) liege seit kurzem vor und werde zeitnah bearbeitet, sagte eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion am Dienstag. Demnach reichte Pföhler den Antrag Ende vergangener Woche ein.

Wann darüber entschieden werden soll, ist derzeit unklar. Pföhler war nach der Katastrophe in die Kritik geraten, weil er auf Warnungen vor der katastrophalen Flut nicht angemessen reagiert habe. Die Staatsanwaltschaft leitete vor rund vier Wochen Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen ein. Darüber hinaus ermittelt die Behörde gegen ein weites Mitglied des Krisenstabs.

Etwa anderthalb Wochen nach der Katastrophe legte Pföhler sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Er könne das Amt krankheitsbedingt absehbar nicht mehr ausüben, hieß es zur Begründung. Mitte August stimmte der Kreistag für eine Resolution der SPD-Fraktion, in der Pföhler zu einem vollständigen Rückzug aufgefordert wurde. Die CDU-Fraktion schloss sich der Resolution überwiegend an. Drei Fraktionsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung.

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