In der kubanischen Provinz Cienfuegos haben die Behörden mit Corona-Impfungen für die Altersgruppe der Zwei- bis Elfjährigen begonnen. Die Kinder erhalten die im Land entwickelten Vakzine Abdala und Soberana, bei denen es sich um Impfstoffe aus aufbereiteten Proteinen des Erregers handelt.

Abdala war im Juli als erster in Lateinamerika entwickelter Impfstoff gegen COVID-19 zugelassen worden, Soberana im August. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt beide allerdings nicht an. Seit Freitag werden in dem sozialistischen Karibikstaat bereits Kinder ab zwölf Jahren geimpft.

Schulen seit März 2020 geschlossen 

Wegen der Pandemie sind Kubas Schulen seit März 2020 nahezu geschlossen. Am Montag begann das neue Schuljahr – überwiegend vor dem Fernseher, weil nur wenige Haushalte in dem kommunistisch regierten Land über einen Internetanschluss verfügen.

Die Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel-Bermúdez will solange an dem Distanzunterricht festhalten, bis alle für eine Corona-Impfung in Frage kommenden Kinder und Jugendliche eine entsprechende Spritze erhalten haben. Nach derzeitiger Planung sollen ab Oktober die Schulen in Kuba wieder schrittweise öffnen.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel-Bermúdez hofft, dass sich der Schulbetrieb ab Oktober wieder normalisiert

Die Ausbreitung der laut Experten hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus hat Kubas Gesundheitssystem an die Belastungsgrenze gebracht. In dem Karibikstaat mit seinen gut elf Millionen Einwohnern infizierten sich in den vergangenen Wochen nach offiziellen Angaben täglich 8000 bis 9000 Menschen mit der Mutante. Von den insgesamt rund 5700 Todesfällen im Land durch die Pandemie wurde fast die Hälfte allein im August registriert.

Eine medizinische Fachkraft bereitet eine Spritze mit dem Corona-Vakzin Soberana vor

Generell läuft in dem Inselstaat derzeit eine intensive Impfkampagne. Ab Mitte November will Kuba dann seine Grenzen schrittweise wieder öffnen, wie aus einem Schreiben…