Konjunktur
Produktionsplus für deutsche Industrie

Produnktion von FFP-2 Mund-Nase-Schutzmasken in Neuwied, Rheinland-Pfalz. Foto: Thomas Frey/dpa

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Knappheit von Rohstoffen und Halbleitern, dazu steigende Preise: Für die deutsche Industrie läuft es im Moment eigentlich nicht rund. Doch die Branche ist mit einem Plus ins zweite Halbjahr gestartet.

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion zu Beginn des zweiten Halbjahres nach einer schwachen Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf ausweiten können.

Sie stieg im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Experten hatten zwar mit einem Zuwachs gerechnet, diesen aber auf lediglich 0,8 Prozent veranschlagt.

Die Industrie hat sich im laufenden Jahr eher schwach entwickelt. Hintergrund sind vor allem Lieferschwierigkeiten im internationalen Warenhandel, die überwiegend auf die Pandemie zurückgeführt werden können. Die Probleme haben zu Knappheiten und Preissteigerungen vieler Rohstoffe und Vorprodukte geführt, was die Warenherstellung bremst. Dementsprechend liegt die Produktion immer noch deutlich unter ihrem vor der Pandemie markierten Niveau.

Zum Start des zweiten Halbjahres fiel die Entwicklung aber günstiger aus: Die Warenherstellung in der Industrie stieg von Juni auf Juli um 1,3 Prozent, während die Aktivität am Bau um 1,1 Prozent zulegte. Die Energieherstellung dämpfte die Entwicklung jedoch mit einem Rückgang um 3,2 Prozent. Innerhalb der Industrie wurden vor allem Investitionsgüter wie Maschinen mehr produziert.

Nach einem Rückgang der Industrieproduktion im zweiten Quartal sei der Start ins dritte Quartal freundlicher verlaufen, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium. «Auch wenn die Lieferengpässe bei Halbleitern, die zuletzt die Produktion bremsten, noch eine Zeit lang…