NGO-Studie
Fake-News-Kampagnen zielen meistens auf Baerbock und die Grünen

Hauptziel der Desinformationskampagnen: Annalena Baerbock, hier auf einer Wahlkampfveranstaltung in Gelsenkirchen

© Fabian Strauch / DPA

Die Verbreitung von Fake News sind im Bundestagswahlkampf ein Problem. Eine Studie zeigt, dass Desinformationskampagnen sich meistens gegen die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, und ihre Partei richten.

Vor der Bundestagswahl ist nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Avaaz vor allem Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock Ziel von Desinformation in sozialen Netzwerken und Medien. Unter den drei Bewerbern für das Kanzleramt entfielen 71 Prozent der falschen oder irreführenden Angaben auf Baerbock, hieß es in einer Studie der Organisation vom Montag. Es folgt Unions-Kandidat Armin Laschet (CDU) mit 29 Prozent. Zum SPD-Spitzenmann Olaf Scholz gab es dagegen keinen Treffer.

Grundlage waren Faktenprüfungen durch die Organisation Correctiv sowie die Nachrichtenagenturen DPA und AFP. Untersucht wurden 800 Fälle zwischen Januar und Ende August. 85 von ihnen zielten dabei auf insgesamt 30 deutsche Politiker.

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Auch hier fand sich Baerbock mit 25 Prozent der Treffer an der Spitze. Es folgten mit 13 Prozent Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Laschet und CSU-Chef Markus Söder mit jeweils zehn Prozent und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit neun Prozent.

Auch wenn der Ursprung von Falschnachrichten oft in sozialen Medien zu suchen sei, trügen Fernsehen und andere traditionelle Medien „zu einem großen Teil zur Verbreitung der Falschnachrichten bei“,…