Automesse
IAA: Konzernchefs fordern Unterstützung beim Klimaschutz

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, bei der Eröffnung der IAA Mobility in München. Foto: Sven Hoppe/dpa

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Die Eröffnung der Automesse IAA Mobility steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Konzernchefs diskutieren über den richtigen Weg zum klimaneutralen Verkehr, Umweltaktivisten blockieren Autobahnen.

Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA Mobility haben Konzernchefs am Dienstag von der Politik mehr Unterstützung für den Wandel zum klimaneutralen Verkehr gefordert.

Volkswagen-Chef Herbert Diess sagte in München, ohne genug Ökostrom werde es keine CO2-freie Mobilität geben. Der Umstieg müsse schneller gehen: «Es kann sehr viel mehr gegen den Klimawandel getan werden.»

Am Nachmittag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die IAA offiziell eröffnen. Klimaaktivsten hatten sich am Morgen von Autobahnbrücken rund um München abgeseilt und den Verkehr zeitweise gestoppt, um gegen die IAA und die Autobranche zu protestieren.

Diess forderte im Kampf gegen die Erderwärmung einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien. «Die Vorbedingung für die Dekarbonisierung des Transportsektors ist die Verfügbarkeit von grüner Elektrizität aus Sonne und Wind», sagte er. Deutschland besteuert heute jede Tonne CO2 mit 25 Euro, ab 2025 mit 55 Euro. «Dekarbonisierung wird viele Dinge günstiger machen und nicht teurer», sagte Diess und sprach von sinkenden Betriebskosten von E-Autos.

Mit mehr als zehn Millionen verkauften Autos pro Jahr, als Lkw-Bauer und größter Hersteller von Schiffsdieselmotoren wolle VW seine CO2-Emissionen schnell senken, so Diess weiter – vor allem mit E-Autos. Der Transportsektor verursache 16 Prozent aller CO2-Emissionen. Bis 2030 will VW den CO2-Ausstoß seiner Autos von den…