Archäologie
DNA-Analyse: Skelett einer 17-Jährigen aus Indonesien schreibt die Menschheitsgeschichte um

Das Skelett eines 17-jährigen Mädchens, das auf der Insel Sulawesi gefunden wurde

© Hasanuddin-Universität

Welche Menschen siedelten wann auf den indonesischen Inseln? Überraschende Antworten auf diese Frage lieferte den Archäologen jetzt ein Skelettfund auf Sulawesi in Indonesien.

DNA-Forschung ist etwas faszinierendes: Sie erlaubt Wissenschaftlern ganz neue Einblicke in die Geschichte der Menschheit. Seit urzeitliche DNA entschlüsselt wurde, konnte belegt werden, dass einst moderne Menschen und Neandertaler gemeinsame Nachkommen zeugten, und dank ihr konnte mit dem Denisova-Menschen, der vor rund 60.000 Jahren lebte, eine bis dahin völlig unbekannte Menschenart identifiziert werden. Nun half die DNA-Forschung Wissenschaftlern erneut.

In Indonesien entdeckten sie zwar keine neue Menschenart, aber eine Gruppe des modernen Menschen, die bisher in der Forschung noch nirgends in Erscheinung getreten war. Bei Ausgrabungen auf der Insel Sulawesi fanden Archäologen das Skelett eines etwa 17-jährigen Mädchens, das hier vor rund 7000 Jahren gelebt hatte und Teil einer Gruppe von Jägern und Sammlern war. Funde dieser Art sind selten, da menschliche Überreste im tropischen Klima der Region schneller vergehen. Aus dem Schädelknochen des Mädchens konnten Wissenschaftler jedoch DNA entnehmen und mühevoll aufbereiten, um sie zu untersuchen.

Die Menschheitsgeschichte ist spannender als gedacht

Und das Ergebnis war überraschend. „Wir haben zum ersten Mal so alte menschliche DNA in der Inselregion zwischen Asien und Australien, die wir ‚Walacea‘ nennen, entnehmen können. Das hat uns einen völlig neuen Einblick in die genetische Vielfalt und Siedlungsgeschichte des frühen modernen Menschen in diesem noch wenig erforschten Teil der Welt gegeben“, sagte…