Aktiendeal
Der Weg zur Mehrheit bei T-Mobile US

Mobilfunktochter der Deutschen Telekom: T-Mobile. Foto: Richard Drew/AP/dpa

© dpa-infocom GmbH

Das Amerikageschäft ist der Wachstumsmotor für die Deutsche Telekom. In der Bilanz ist das Unternehmen T-Mobile US zwar längst drin, aber die Mehrheit haben die Bonner nicht. Das könnte sich ändern.

Die Deutsche Telekom rückt ihrem Ziel näher, bei ihrer lukrativen Mobilfunktochter T-Mobile US die Aktienmehrheit zu übernehmen.

Telekom-Chef Tim Höttges verkündete am Dienstag in Bonn eine insgesamt sechs Milliarden Euro schwere Transaktion, wodurch der Anteil an der US-Tochter um rund 5,3 Prozentpunkte auf 48,4 Prozent steigt. Ein Teil der Kosten finanziert der Konzern mit dem Verkauf seines Geschäfts in den Niederlanden.

«Das ist ein guter Tag für uns», sagte der Telekom-Vorstandsvorsitzende und untermauerte die Absicht, weitere Schritte zu gehen und mehr als 50 Prozent der Aktien zu besitzen. Schon jetzt hat die Telekom das Sagen bei der US-Tochter, weil sie mit deutlichem Abstand der größte Aktionär ist. Mit der Anteilserhöhung will sie die Kontrolle auch langfristig absichern.

Kern des mehrschichtigen Deals ist eine Kapitalerhöhung bei der Telekom und ein Aktientausch mit dem japanischen Technologieinvestor Softbank, der bei T-Mobile US Anteilseigner ist und auch bei Firmen wie Uber oder Alibaba engagiert ist. Softbank reduziert seinen Anteil bei T-Mobile US, bekommt dafür aber ein Telekom-Aktienpaket – künftig hält Softbank 4,5 Prozent des Stammkapitals des Bonner Konzerns und ist damit hinter dem deutschen Staat zweitgrößter Aktionär. Der Bund und die Förderbank KfW hatten zuletzt einen Anteil von 31,9 Prozent an der Telekom, durch die Kapitalerhöhung sinkt dieser Wert etwas.

«Diese Kooperation verspricht Wertsteigerungspotenziale…