Airline
Lufthansa will Staatshilfe-Rückzahlung mit Regierung klären

Die Lufthansa will die milliardenschwere Staatshilfe zurückzahlen. Der Zeitpunkt ist allerdings noch nicht geklärt. Foto: Boris Roessler/dpa

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Ob die Lufthansa ihre milliardenschweren Staatshilfen wie angekündigt noch vor der Wahl zurückzahlt, ist offen. Konzernchef Spohr bekräftigte aber, dass er das noch mit der aktuellen Regierung klären will.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will eine Rückzahlung der deutschen Staatshilfen noch mit der derzeitigen Bundesregierung einleiten.

«Wir würden gern noch mit den jetzigen Ansprechpartnern Klarheit schaffen», sagte der Chef von Deutschlands größtem Airline-Konzern am Montagabend beim Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Ob dies noch vor der Bundestagswahl geschieht, ließ er offen. Allerdings dürfte es nach der Wahl am 26. September noch einige Zeit dauern, bis eine neue Bundesregierung steht. So lange ist die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin im Amt.

Spohr hatte im Juni das Ziel ausgegeben, die milliardenschweren Staatshilfen noch vor der Wahl zurückzuzahlen. Einen Kredit der Staatsbank KfW von einer Milliarde Euro hat die Lufthansa bereits zurückgezahlt. Für die Rückzahlung der stillen Einlagen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds benötigt der Konzern jedoch eine Kapitalerhöhung, wie Spohr bekräftigte. Zu deren Umfang und Zeitpunkt wollte er sich jedoch nicht äußern. Finanzvorstand Remco Steenbergen hatte zuletzt von deutlich unter 3 bis 4 Milliarden Euro gesprochen.

Erst im zweiten Quartal hatte die Lufthansa weitere 1,5 Milliarden Euro aus der zweiten stillen Einlage des Bundes gezogen. Insgesamt hat sie damit Staatshilfen in Höhe von 4 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Das Geld stammt von Deutschland sowie den Nachbarstaaten Belgien, Österreich und…