„Herzschlag-Gesetz“
Uber, Bumble und Tinder: Diese Unternehmen unterstützen Betroffene des texanischen Abtreibungsgesetzes

Gegen das Abtreibungsgesetz gehen viele Einwohner von Texas auf die Straße

© Reginald Mathalone / Picture Alliance

Seit das schärfste Abtreibungsgesetz der USA gilt, haben Unternehmen Betroffenen auf verschiedenste Arten und Weisen ihre Unterstützung zugesagt. Geld und gesperrte Webseiten sind die größten Stützen.

Seit Anfang des Monats gilt in Texas das schärfste Abtreibungsgesetz der USA. Das sogenannte Herzschlag-Gesetz verbietet Abtreibungen, sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt worden ist. Das kann schon in der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall sein. Viele Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, ob sie schwanger sind. Ausnahmen gibt es nur in medizinischen Notfällen, nicht aber bei Vergewaltigungen und Inzest.

Überwacht werden soll dies vor allem durch Hinweise aus der Bevölkerung: Privatpersonen können zivilrechtlich gegen Frauen vorgehen, die eine Abtreibung vornehmen lassen. Auch Menschen, die Schwangeren bei einer Abtreibung nach dem ersten Herzschlag geholfen haben, sollen Strafen drohen. Wer erfolgreich klagt, soll dafür eine Geldprämie erhalten. Nun wappnen sich Unternehmen gegen die Folgen des Gesetzes und gehen dagegen vor.

Internetseite blockiert

Nachdem TikTok-Nutzer:innen mit der Hilfe eines Codes eine Webseite zum Absturz gebracht hatten, wurde das Web-Hosting-Unternehmen „GoDaddy“ darauf aufmerksam. Abtreibungsgegner:innen hatten eine Webseite eingerichtet, auf der Bürger:innen Abtreibungen, die gegen das neue Gesetz verstoßen, melden konnten. (Lesen Sie auch: „Herzschlag-Gesetz“: User überziehen Website von Abtreibungsgegnern mit Spam)

Am Freitag gegen 20 Uhr abends schaltete „GoDaddy“ die Whistleblower-Webseite ab. In einem Tweet teilte das Unternehmen…