ARD-„Wahlarena“
Tempolimit, Kohleausstieg, Pflegenotstand: So kontert Baerbock die bohrenden Fragen des Publikums

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock steht in der ARD-Wahlarena zur Bundestagswahl in der Kulturwerft Gollan

© Axel Heimken / DPA

Von der sozial gerechten Klimawende bis hin zur Vereinbarung von Job und Familie: In der ARD-„Wahlarena“ beantwortet Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock geduldig Fragen aus dem Publikum.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock musste sich am Montag in der ARD-„Wahlarena“ kritischen Fragen von Bürgerinnen und Bürgern stellen. Sie verteidigte dabei Positionen wie die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 auf Autobahnen, einem früheren Kohleausstieg als 2038 oder einer Klimawende mit sozialem Ausgleich.

Zum Tempolimit sagte Baerbock: „Das ist etwas, für das ich mich stark machen werde“. Es brauche Regeln in der Gesellschaft, „so wie wir auch auf dem Fußballplatz Regeln haben.“ Den Einwand des Fragestellers, dass sich ein Tempolimit mit einem verstärkten Aufkommen vom E-Autos von selbst erledigen werde, weil bei diesen wegen der Batterien Energie gespart werden müsse, ließ die Kanzlerkandidatin der Grünen nicht gelten. Inzwischen gebe es Batterien mit einer Reichweite von 700 Kilometern. „Deshalb wird sich das aus meiner Sicht nicht selbst regeln“, sagte die Grünen-Vorsitzende.

Baerbock verteidigt Klima-Pläne der Grünen

Vehement verteidigte sie die Grünen-Forderung nach einem früheren Aus für die Kohle. „Ich bin davon überzeugt, dass wir den Kohleausstieg vorziehen müssen von 2038 auf 2030. Denn etwa den Opfern der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal könne nicht gesagt werden: „Wir machen 17 Jahre weiter wie bisher.“ 

Es gehöre dann aber zur Ehrlichkeit der Politik, zu sagen, wenn der Kohleausstieg erst 2038 komme, dann werde Deutschland seine…