Die belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa ist fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte das Gericht laut belarussischen Staatsmedien in Minsk mit.

Maria Kolesnikowa wollte sich nicht einfach aus Belarus abschieben lassen. Kurz vor dem Grenzübergang zur Ukraine zerriss sie ihren Pass und vereitelte so Pläne, sie aus dem Land zu treiben. Die Politikerin war Anfang September 2020 vom Geheimdienst KGB in Minsk entführt worden.

Die 39-Jährige gehört zur Protestbewegung gegen Staatschef Lukaschenko. Auch die Bundesregierung hatte wiederholt die Freilassung der früheren Stuttgarter Kulturmanagerin gefordert.

nob/sti (dpa, afp)