Sprinterin Lindy Ave siegte über 400 Meter in der Startklasse T38 in exakt einer Minute und stellte damit einen Weltrekord auf. FürAve ist es der erste Paralympics-Sieg, über die 100 Meter hatte sie in Japan zuvor bereits Bronze gewonnen.

Streng sichert sich die Silbermedaille

Felix Streng verpasste derweil seine zweite Goldmedaille. Der Sieger über die 100 Meter musste sich auf der doppelten Distanz in der Startklasse T64 in 21,78 Sekunden dem Costa Ricaner Sherman Isidro Guity Guity geschlagen geben, zum zweiten Triumph fehlten dem Topfavoriten 35 Hundertstel. „Natürlich bin ich enttäuscht. Mir ist es schon vorher in die Adduktoren reingezogen Beim Start habe ich es gleich wieder gespürt“, sagte Streng: „Es war komisch. Aber ich will ein guter Verlierer sein. Es waren unglaubliche Spiel für mich. Das hat heute echt wehgetan, aber das soll keine Entschuldigung sein.“ 2016 in Rio hatte er mit der Prothesenstaffel den Titel geholt, über 100 Meter gewann er damals Bronze.  Rio-Sieger Daniel Scheil musste sich im Kugelstoßen der Klasse F33 nach 9,86 m mit Rang fünf begnügen, zu Bronze fehlten fast anderthalb Meter. 

Para-Kanutin Edina Müller holt Gold

Edina Müller gewinnt in Tokio als Kanutin Gold, vor neun Jahren ist es Gold bei den Rollstuhlbasketballerinnen

Die 38 Jahre alte Edina Müller setzte sich auf dem Sea Forest Waterway im Finale über 200 Meter in 53,958 Sekunden vor der Ukrainerin Marina Maschula (+0,847 Sekunden) durch und gewann damit nach Silber in Rio ihr zweites Edelmetall in ihrer neuen Sportart. Zuvor hatte die Hamburgerin bereits als Rollstuhlbasketballerin Gold und Silber geholt.

„In dem Moment hat man nur das Gefühl, dass man alles richtig gemacht hat. Es gab in der ganzen Zeit viele Zweifler, viele Leute, die nicht an mich geglaubt haben. Da jetzt zu stehen mit der Goldmedaille ist der Wahnsinn“, sagte Müller: „Natürlich fällt eine wahnsinnige Last von einem ab. Es war eins der besten Rennen.“ 

Müller hat als einzige deutsche…