Goldmedaille über 400 Meter
„Fastest man on no legs. Klingt geil. Nehm‘ ich“: Johannes Floors ist schnellster Mann der Welt ohne Beine

Überwältigt nach fünf Jahren Vorbereitungszeit: Johannes Floors schreit seine Freude über die Goldmedaille heraus

© Buda Mendes / Getty Images

Unter den deutschen Para-Medaillengewinnern in der Leichtathletik in Tokio ragt einer heraus: Johannes Floors, der nun endgültig „the fastest man on no legs“ ist. Als er über die Ziellinie lief, schrie er seine Freude heraus.

Als sich Johannes Floors endgültig zum schnellsten Mann ohne Beine gekrönt hatte, wartete „Tante Silber“ schon im Ziel. Mit Deutschland-Fahne um die Schultern und einem Belohnungseis in der Hand jubelte Irmgard Bensusan dem neuen Prothesen-Sprintkönig zu. Sie sprang ihm jubelnd in die Arme – und ließ ihr Eis fallen.

„In dem Moment wäre es sogar in Ordnung gewesen, wenn es mir den Meniskus rausgehauen hätte“, sagte Floors, der seine Freude beim Zieleinlauf über 400 Meter mit einem lauten „I am the champion“ rausgeschrien hatte. Es war auch eine Menge Erleichterung dabei. Weltmeister, Weltrekordler, Europameister – all das war er schon in der unter den Para-Leichtathleten magischen Nachfolgeklasse von „Blade Runner“ Pistorius. Doch ohne dieses Paralympics-Gold bei den Spielen in Tokio wäre es nicht perfekt gewesen.

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