Die Spuren der Zerstörung sind noch allgegenwärtig – aber es gibt auch deutliche Zeichen der Hoffnung im Ahrtal. Rund eineinhalb Monate nach der Hochwasserkatastrophe ist Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut in das rheinland-pfälzische Flutgebiet gefahren, um sich ein eigenes Bild von Aufräumarbeiten entlang des Flusses Ahr zu machen. Merkels Botschaft an die Ahrtalbewohner: Sie könnten sich darauf verlassen, dass ihnen weiter geholfen werde.

Sollten die veranschlagten Hilfsgelder nicht ausreichen, werde auch eine künftige Bundesregierung die Menschen nicht allein lassen, versprach die Kanzlerin bei ihrem Besuch im Landkreis Ahrweiler: „Da muss keiner Angst haben, der Wiederaufbau wird nicht am Geld scheitern.“ Ab Anfang Oktober könnten die Einwohner der Flutregion Anträge auf Wiederaufbauhilfen stellen. Bund und Land wollen auch die Arbeiten an anderen geplanten Großbaustellen verschieben, um Kapazitäten für den Wiederaufbau zu schaffen.

Helfer in Altenburg: „Keiner muss Angst haben, dass es am Geld scheitert“

Dennoch werde es viele Monate und teilweise sogar Jahre brauchen, „um diese unfassbaren Schäden wiedergutzumachen“, sagte die Kanzlerin. Begleitet wurde Merkel von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Beide Regierungschefinnen sprachen mit Bewohnern und Helfern in Altenburg, einem Ortsteil der Gemeinde Altenahr im Landkreis Ahrweiler.

In Altenburg wurden laut Dreyer durch die Flut „95 Prozent des Ortes zerstört, Häuser und Schulen, alles“. Doch trotz aller Zerstörungen seien inzwischen beeindruckende Fortschritte bei den Aufräumarbeiten zu sehen, sagte Dreyer.

Das Ahrtal als Modellregion für Europa?

Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, appellierte an die Verantwortlichen, den Betroffenen so schnell wie möglich zu helfen. Viele Hochwasseropfer hätten bereits ihre Häuser entkernt und müssten nun vor Winterbeginn wissen, wie es weitergeht.

Die Kommunalpolitikerin forderte, das zerstörte Ahrtal…