Meinung

Ende der Pandemie
Deutschland muss bei Corona schleunigst von Dänemark lernen

Menschen drängen sich in der Nacht vor einem Nachtclub. Dänemark definiert Covid-19 künftig nicht mehr als eine Pandemie, die in einem hohen Grad die Gesundheit der Bevölkerung bedroht. Dabei geholfen haben eine hohe Impfquote und Digitalisierung. Deutschland muss daher von Dänemark lernen, meint unser Autor. 

© Olafur Steinar Gestsson/Ritzau Scanpix/AP / DPA

von Rune Weichert
03.09.2021, 18:17 Uhr

Im Frühjahr 2022, mutmaßen Experten, ist die Corona-Pandemie in Deutschland vorbei. In Dänemark hingegen erklärt man die Pandemie schon jetzt für beendet und lebt wieder ein normales Leben. Die Bundesregierung muss endlich von Dänemark lernen, meint unser Autor.

Wir haben gelernt, mit dem Coronavirus zu leben. Tests und Impfnachweise gehören zu unserem Alltag. Aber wir wollen (und müssen) irgendwann in einen Zustand, in dem das Virus nicht unseren Alltag bestimmt. Dieser Wunsch ist mehr als nachvollziehbar. Aber wann wird das sein?

Der Epidemiologe Alexander Kekulé meinte bei „Markus Lanz“, man sei im „Endspiel der Pandemie“ angekommen. Sein Kollege Klaus Stöhr geht davon aus, dass die Corona-Pandemie in Deutschland im kommenden Frühjahr vorbei ist. Und der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte: „Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona.“

Dänemarks Impfkampagne läuft besser

Dennoch: Bis zum Frühjahr sind es noch ein paar Monate und ein schwieriger Winter steht vor uns, der wegen der hohen Impfquote aber wahrscheinlich nicht so hart ausfällt wie der letzte.

Da kann man schon neidisch auf unsere dänischen Nachbarn sein. In Dänemark wird die Corona-Pandemie nicht mehr als bedrohlich oder kritisch für die Gesellschaft eingestuft. Restriktionen zum Schutz vor dem Virus…