Telekommunikation
Zoom-Umsatz knackt Milliardenmarke, Aktie stürzt trotzdem ab

Das Zoom-Logo ist auf einem Smartphone-Bildschirm zu sehen. Der Videokonferenzdienst boomt weiter und hat im zweiten Quartal erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar beim Umsatz geknackt. Foto: Andre M. Chang/ZUMA Wire/dpa

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In der Pandemie wurden Videokonferenzen für viele zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags – Zoom profitierte davon enorm. Nun lässt das Wachstum deutlich nach. Das gefällt den Anlegern nicht.

Der Videokonferenzdienst Zoom hat erstmals einen Quartalsumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar geschafft, rechnet künftig jedoch mit weniger Wachstum.

Nachdem die Corona-Pandemie den Wandel der Arbeitswelt kräftig beschleunigt und einen starken Trend zum Homeoffice ausgelöst hat, kehren mittlerweile immer mehr Beschäftigte in die Büros zurück. Das trübt den Geschäftsausblick für Zoom deutlich ein, wie das Unternehmen in seinem am Montag nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalsbericht einräumte.

«Wir haben unser erstes Quartal mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar erreicht und dabei starke Profitabilität geliefert», verkündete Zoom-Chef Eric Yuan. Doch Anleger interessierten sich weniger für die – stärker als von Experten erwartet ausgefallenen – Zahlen für das vergangene Vierteljahr als für die Prognose für das laufende Quartal. Hier zeigte sich Zoom verhalten und stellte seine Investoren auf deutlich schwächere Geschäftszuwächse ein als während des Booms zu Beginn der Pandemie. Das kam am Markt nicht gut an.

Die Aktie geriet nachbörslich zeitweise mit rund zwölf Prozent ins Minus. Dabei liefen die Geschäfte zuletzt noch rund: In den drei Monaten bis Ende Juli verdiente Zoom nach eigenen Angaben unterm Strich 316,9 Millionen Dollar (268,6 Mio Euro) und damit über 70 Prozent mehr als im…