Eine alleinerziehende Mutter fliegt mit ihrem Sohn nach New York. Während des Fluges übernehmen brutale Terroristen das Flugzeug und töten willkürlich Passagiere. Die Mutter zeigt ihr wahres Gesicht als Vampir und versucht alle zu retten. Das geht schief und verwandelt sich in eine Orgie aus Blut. Erinnerungen an den Tarantino-Streifen „From Dusk Till Dawn“ werden wach.

Die Story des Netflix-Hits „Blood Red Sky“ ist denkbar einfach, hat aber dennoch mehr als die üblichen Geschichten dieses Genres zu bieten: Der Mix aus Vampirfilm, Terror-Thriller und einer herzzerreißenden Mutter-Sohn-Geschichte ist ein weltweiter Erfolg: In 93 Ländern ist „Blood Red Sky“ unter den Streaming-Top Ten und in 57 Ländern gar auf Platz 1 gelandet – unter anderem in den USA, in Brasilien, in Saudi-Arabien bis nach Indonesien.

Regisseur Peter Thorwarth

„Die Grundidee hat den Leuten gut gefallen“

Regisseur Peter Thorwarth erklärt sich im DW-Gespräch den internationalen Erfolg so: „Die Grundidee, ein Nachtflug nach New York, das Flugzeug wird entführt und an Bord ist ein Vampir, das hat den Leuten schon gut gefallen. Und dass laut den Netflix-Statistiken fast alle Zuschauer diesen Film auch bis zum Ende angesehen haben, das ist sehr wahrscheinlich der starken emotionalen Mutter-Sohn-Geschichte zu verdanken, die die Leute so gepackt hat, dass sie dran geblieben sind.“

Und dies ist in Ländern passiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bestimmte Themen jedoch funktionieren überall auf der Welt – nämlich die menschlichen Themen wie Liebe, Geburt, Tod und Familie.

Der Netflix-Mechanismus

Genau diesen Mechanismus hat Netflix verstanden. Der Streaminganbieter produziert und finanziert am laufenden Band erfolgreiche skandinavische Serien wie „Ragnarök“ oder „The Rain“. Aus Deutschland haben Serien wie „Dark“, „Barbaren“ und „Unorthodox“ internationale Erfolge gefeiert. Die lange unterschätzte spanische Serie „Haus des Geldes“ wurde zum weltweiten Hit, nachdem Netflix sie übernommen…