Es war mal wieder ein goldener Tag für die deutschen Para-Athleten in Tokio: Die letzte von vier Goldmedaillen für das deutsche Para-Team sicherte sich am Abend im Olympiastadion der Weitspringer Markus Rehm, der seit einem Unfall beim Wakeboarden im Alter von 14 Jahren eine Unterschenkel-Prothese trägt. Rehm, der vergeblich darum gekämpft hatte, auch bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen, hatte die Konkurrenz absolut im Griff. Erwartungsgemäß holte der 34-Jährige zum dritten Mal in Folge Gold. Seine Siegerweite betrug 8,18 Meter. Damit hatte Rehm komfortable 79 Zentimeter Vorsprung vor dem Franzosen Dimitri Pavade, der 7,39 Meter schaffte. Bronze ging an den US-Amerikaner Trenten Merrill mit 7,08 Metern.

Zwar hat Rehm, der in Japan ein großer Sportheld ist, mit seinem dritten Sieg in Serie Großes erreicht, jedoch verpasste er zwei selbstgesteckte Ziele: Er wollte in Tokio seinen eigenen Weltrekord von 8,62 Metern angreifen und außerdem eine bessere Weite erreichen als der Grieche Miltiadis Tentoglou, der bei seinem Olympiasieg 8,41 Meter weit sprang. „Das Ziel war, den Titel zu verteidigen, daher habe ich ein breites Grinsen unter der Maske“, sagte Rehm im Interview mit dem ZDF. „Aber klar, die Weite hätte ich am Ende gerne noch ein bisschen korrigiert.“

Seit seinem internationalen Debüt bei der WM 2011 ist Rehm nun 15 Mal im Weitsprung bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Paralympics gestartet und hat immer Gold geholt. 

Zweimal Weltrekord für Taliso Engel

Was für eine Leistung: Zweimal an einem Tag verbesserte Taliso Engel im Paralympics-Becken von Tokio den Weltrekord über 100 Meter Brust und gewann die Goldmedaille. Nachdem der 19-jährige Sehbehinderte schon im Vorlauf mit 1:03,52 Minuten eine neue Weltbestmarke setzte, blieb er im Finale noch einmal über eine halbe Sekunde unter seinem neuen Rekord. Der alte Weltrekord des Ukrainers Oleksii Fedina hatte zuvor acht Jahre lang bestand gehabt.

Paralympics-Sieger mit Weltrekord:…