Fast hundert junge Menschen aus fünfzehn europäischen Ländern sind Ende August in Bonn zusammengekommen, um Teil des Campus-Projektes der Deutschen Welle und des Beethovenfestes zu werden. Eine Woche lang wurde intensiv zusammen geprobt. Dann fand das Campus-Konzert statt. 

Eine Woche intensiver Arbeit liegt hinter den Musikerinnen und Musikern

Am 28. und 29. August wurde das Programm dreimal im WCCB Bonn, der zentralen Spielstätte des Beethovenfestes, vor begeistertem Publikum wiederholt. Dank eines Live-Streams auf DW Classical konnte die weltweite Fangemeinde diesem Ereignis Neuer Musik in Beethovens Heimatstadt beiwohnen.

Kompositionen von Kurtág, Xenakis und Gedizlioğlu

Der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck soll mal gesagt haben, die Politik sei die Kunst des Möglichen. Diese Weisheit könnte heute genauso für jene gelten, die ein Musikfestival organisieren. Erst recht, wenn es um ein groß angelegtes internationales Jugendprojekt wie das Campus-Konzert des Beethovenfestes geht. In drei Konzerten präsentierten junge Musiker des deutschen Bundesjugendorchesters (BJO) und ihrer Kolleginnen und Kollegen weiterer europäischer Jugendorchester ikonische Raumkompositionen von György Kurtág und Iannis Xenakis, „…quasi una fantasia“ und „Alax“. Hinzu kam die Uraufführung eines Auftragswerks der DW, „Entlang der Lieder“, komponiert von der 43-jährigen Türkin Zeynep Gedizlioğlu. 

Europäische Spitzenmusiker gemeinsam auf der Bühne

Drei Gruppen von Instrumentalisten wurden im Raum des WCCB verteilt. Das Publikum war in der Mitte platziert – und wurde so Teil des einmaligen Klangerlebnisses. „Fünfzig Instrumente im Raum verteilt, der Dirigent mitten im Publikum, hören und reagieren auf Distanz – das waren nur einige der Herausforderungen in diesem Jahr“, sagte Sönke Lentz, Direktor des Bundesjugendorchesters und Mitgestalter des Projektes. „Genau für solche Projekte ist das Bundesjugendorchester da: Es soll Lernende und…