Die Soldaten, die in Kabul die Evakuierung Tausender Menschen geschützt haben, sind nun wieder zurück in Deutschland. Sie landeten auf dem Luftwaffenstützpunkt in Wunstorf bei Hannover. An Bord eines der drei Flugzeuge, die aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent kamen, war auch Bundesverteidigungsministerium Annegret Kramp-Karrenbauer. 

Auf ihrem Rückflug aus Afghanistan hatten die Bundeswehrangehörigen in der usbekischen Hauptstadt Taschkent einen Zwischenstopp eingelegt, wo sie von Kramp-Karrenbauer bereits begrüßt worden waren. Unter der Führung von Brigadegeneral Jens Arlt hatten in Kabul 454 Einsatzkräfte, darunter 19 Soldatinnen, an der bisher größten militärischen Evakuierungsoperation der Bundesrepublik teilgenommen. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dankte den Soldaten für ihren Einsatz bei der Luftbrücke: „Danke für Ihren mutigen Einsatz in einer sehr gefährlichen Mission – wie gefährlich, das hat nicht zuletzt der brutale Anschlag am Flughafen Kabul gezeigt“, schreibt Steinmeier auf Instagram. „Gemeinsam mit unseren Verbündeten haben Sie tausende Menschen aus Afghanistan in Sicherheit gebracht. … Unser Land ist stolz auf Sie.“

Insgesamt 5374 Personen wurden von der Bundeswehr aus Afghanistan ausgeflogen

Die fliegende Intensivstation der Bundeswehr – das sogenannte Medevac-Flugzeug – blieb auf Kramp-Karrenbauers Anordnung zunächst in Taschkent. Bei Bedarf soll es die US-Truppen unterstützen, die ihre Evakuierungsflüge trotz der extremen Gefahrensituation weiterhin fortsetzen. Bei dem verheerenden Anschlag am Kabuler Flughafen mit 110 Toten waren am Donnerstag auch 13 amerikanische Soldaten getötet und 18 verletzt worden.

Insgesamt wurden von der Bundeswehr 5347 Menschen ausgeflogen, darunter 500 Deutsche und 4000 Afghanen. Das Außenamt in Berlin geht davon aus, dass sich derzeit noch rund 300 deutschen Staatsbürger in Afghanistan aufhalten. Zudem gebe es rund 10.000 afghanische Staatsbürger, die zur Teilnahme an der…