Auf Landebahn in Ramstein
Afghanisches Baby in US-Evakuierungsflieger geboren – Flugmanöver rettet die Mutter

Eine afghanische Frau hat an Bord eines US-Flugzeugs in Ramstein ein Kind zur Welt gebracht

© Air Mobility Command / DPA

Geburtsdrama an Bord eines Afghanistan-Rettungsfluges der US-Airforce: Wegen Komplikationen bei der gebärenden Passagierin musste ein Pilot zu einem besonderem Manöver greifen. Das Baby wurde noch im Flieger auf der Landebahn auf deutschem Boden geboren.

Eine Afghanin auf der Flucht vor den Taliban hat auf der Landebahn der US-Luftwaffenbasis Ramstein ein Baby zur Welt gebracht. Die Frau befand sich in einer Maschine aus Nahost nach Deutschland, als ihre Wehen einsetzten, wie ein Sprecher des Stützpunktes am Sonntag sagte. Zudem gab es Komplikationen wegen niedrigen Blutdrucks – daher habe der Pilot die Flughöhe gesenkt, so den Luftdruck in der Maschine erhöht und damit geholfen, der werdenden Mutter das Leben zu retten. 

Sie gebar ihr Baby demnach am Samstagnachmittag kurz nach der Landung noch im Laderaum des Flugzeugs, mit der Hilfe von herbeigeeilten Sanitätern. Die Mutter und ihre frischgeborene Tochter seien wohlauf. 

Drehscheibe Ramstein

Ramstein dient als Drehscheibe für Evakuierungen aus der afghanischen Hauptstadt, um den Stützpunkt in Katar zu entlasten. Bis Sonntagmittag kamen laut Sprecher 30 Maschinen auf der US-Basis in Rheinland-Pfalz an, insgesamt landeten so rund 5000 Menschen aus Afghanistan dort. Sie werden dort von US-Soldaten, deren Angehörigen sowie Freiwilligen betreut. Am Sonntag werden laut Sprecher keine weiteren Flüge mehr mit Menschen aus Afghanistan an Bord erwartet. 

bak
AFP
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