„Unglücklicherweise müssen wir sieben Tote beklagen“, darunter seien auch Kinder, erklärte der Gouverneur von Veracruz, Cuitlahuac Garcia, in einer Pressekonferenz. In diesem Bundesstaat nahe Tecolutla war der Hurrikan „Grace“ mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern auf die Küste getroffen. Er brachte starke Regenfälle und heftige Winde, die zahlreiche Bäume entwurzelten und Stromausfälle verursachten. Meteorologen warnten vor Überschwemmungen und Schlammlawinen, auch in Puebla und Hidalgo.

Nach dem Aufprall auf die Küste verlor der Hurrikan etwas an Kraft und wurde auf die Kategorie 2 heruntergestuft. Trotzdem zog „Grace“ noch immer mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde über den Osten des Landes hinweg. 

„Bei Verwandten Zuflucht suchen“

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hatte die Bewohner der gefährdeten Region aufgerufen, „bei Verwandten und in Notunterkünften Zuflucht zu suchen“. Etwa 200 solcher Notunterkünfte stehen nach Auskunft der Behörden bereit. Weitere 2000 könnten eingerichtet werden, hieß es.

Glasfronten in Boca del Rio in Mexiko werden am Freitag vor „Grace“ geschützt

Im Hafen von Veracruz, einem der wichtigsten des Landes, wurden Geschäfte mit Brettern gesichert; Fischer brachten etwa 300 Schiffe und Boote in Sicherheit. Etwa 35.000 Fischer würden eine Woche lang nicht auslaufen können, berichtete der Verband der Fischereigenossenschaften von Veracruz.

Kurz vor seinem Auftreffen auf das Festland hatte „Grace“ über dem Golf von Mexiko wieder rasch an Kraft gewonnen, nachdem sich der Sturm zwischenzeitlich abgeschwächt hatte. Bereits am Donnerstag war „Grace“ über die – bei Urlaubern beliebte – mexikanische Halbinsel Yucatán gezogen, Menschen kamen aber nicht zu Schaden. 

„Henri“ im Anmarsch

Teile der Ostküste der USA, darunter New York, bereiten sich derweil auf einen der stärksten Stürme seit rund einem Jahrzehnt vor. New Yorks Governeur Andrew Cuomo hat…