USA
Biden-Regierung erlässt 323.000 Schwerbehinderten automatisch die Studiengebühren

5,8 Milliarden US-Dollar soll der automatische Entlastungsprozess kosten, den US-Bildungsminister Miguel Cardona am Donnerstag ankündigte

© Jim Watson / AFP

Das US-Bildungsministerium will für 5,8 Milliarden Dollar allen arbeitsunfähigen Menschen automatisch ihre Studienkredite erlassen. Das Recht darauf hatten Betroffene schon zuvor – nur wussten das die wenigsten.

Das US-Bildungsministerium will 323.000 Menschen mit schweren Behinderungen automatisch die Studiengebühren erlassen. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung des Ministeriums hervor. Mehrere US-Medien hatten darüber berichtet. Insgesamt 5,8 Milliarden Dollar will die Regierung um Präsident Joe Biden dazu aufwenden.

Viele Betroffene wussten nichts von ihrem Anspruch

Einem Bericht der „Washington Post“ zufolge hat jeder US-Amerikaner, der von einem Arzt, einer Sozialversicherungsbehörde oder vom Ministerium für Veteranenangelegenheiten als vollständig arbeitsunfähig eingestuft wird, das Recht auf Erlass seiner Bundesstudiengebühren. Das Problem: Viele Betroffene hätten bisher nichts von dieser Möglichkeit gewusst.

Und selbst, wenn sie auf dieses Recht bestünden, würden sie durch komplizierte, langwierige Bürokratie abgeschreckt. In einem Zeitraum von drei Jahren hätten die Kreditnehmer jährlich nachweisen müssen, dass ihr Einkommen die Armutsgrenze nicht überschreitet. 2021 lag diese Grenze für einen Ein­per­so­nen­haus­halt bei umgerechnet rund 11.000 Euro. Dies habe dazu geführt, dass Betroffene regelmäßig wieder Kredite aufnehmen mussten.

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