»Das zeigt, dass der Biontech/Pfizer-Impfstoff bei der Verhinderung schwerer Erkrankungen sehr gut gegenüber Delta abschneidet«, schreibt Morris in einem ausführlichen Blogbeitrag. Das Ergebnis deckt sich mit bisherigen Erkenntnissen – die ebenfalls aus Israel stammen.

Impfdurchbrüche so gut wie nie bei Gesunden

In einer in einem Fachmagazin publizierten Studie aus dem Juli hatten Fachleute Daten von 152 Patientinnen und Patienten aus 17 israelischen Krankenhäusern ausgewertet, die trotz vollständiger Impfung an Covid-19 erkrankt waren. Nur sechs der 152 Menschen waren zuvor gesund, der Rest hatte Vorerkrankungen, etwa ein geschwächtes Immunsystem, was die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigen kann (mehr dazu lesen Sie hier). Das mittlere Alter der Betroffenen lag bei 71 Jahren.

»Es gab in Israel also praktisch keine schwerwiegenden Durchbrüche von Delta-Infektionen bei Personen ohne signifikante Vorerkrankungen«, schreibt Morris.

In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier sind bislang insgesamt rund 900 Fälle von Menschen bekannt, die trotz vollständiger Impfung mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden mussten – bei rund 49 Millionen vollständig Geimpften. Die Allermeisten waren älter als 60 Jahre.

Das Problem ist die Impflücke

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Zahl der Antikörper nach der Impfung mit der Zeit absinkt – insbesondere bei älteren Menschen. Das kann dazu führen, dass sich Geimpfte in seltenen Fällen infizieren und in noch viel selteneren Fällen auch schwer erkranken.

»Meiner Meinung nach sind die Daten aussagekräftig genug, um auf eine gewisse Abnahme des Schutzes hinzudeuten«, schreibt Morris mit Blick auf eine weitere, noch ohne Fachprüfung veröffentlichte Analyse zu Infektionen bei Geimpften aus Israel. Das Ausmaß sei aber noch unklar. »Es könnte sein, dass sich der Verlust des Schutzes vor allem auf asymptomatische Infektionen beschränkt.«

Das Problem in Israel und vielen anderen Staaten, auch Deutschland,…