Der Start zum diesjährigen Enescu-Festival erfolgt erst am 28. August, aber die Vorbereitungen zum 25. Jubiläum laufen bereits jetzt auf Hochtouren. Denn es werden 32 der besten Orchester aus 14 Ländern der Welt erwartet, u.a. die Münchener Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Valery Gergiev, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Vladimir Jurowski, die Londoner Symphoniker mit Edward Gardner am Pult und Stargeigerin Patricia Kopatchinskaja, das Nationalorchester Frankreichs mit ihrem neuen Musikdirektor Cristian Macelaru, der auch das WDR-Sinfonieorchesters leitet, das Orchestra dell’Accademia Nazionale Santa Cecilia aus Rom mit Danielle Gatti oder das Concertgebouw mit Daniel Harding und Alan Gilbert, Chefdirigent der NDR-Elbphilharmonie.

Paavo Järvi dirigiert das Eröffnungskonzert mit den Bukarester George-Enescu-Philharmonikern. Im Programm: Die 2. Rumänische Rhapsodie von Enescu, Sibelius‘ Violinkonzert mit Hilary Hahn als Solistin und Rachmaninows 2. Symphonie. Insgesamt werden in den vier Wochen des Festivals – eine Rekordzeit! – um die 4000 Künstlerinnen und Künstler in Bukarest und auf anderen Bühnen des Landes, wie Hermannstadt/Sibiu, Temeswar/Timisoara, Klausenburg/Cluj oder Jassy/Iasi erwartet.

Das Internationale George-Enescu-Festival ist bei weitem das größte Kulturevent Rumäniens, das alle zwei Jahre durch die Kraft der Musik das ganze Land zu verzaubern und zu vereinen mag, das auch über 30 Jahre nach dem Ende der Diktatur nicht zur inneren Ruhe gekommen ist. Es ist fast ein Wunder, wie meisterhaft Rumänien ein solch aufwendiges Prestigeprojekt stemmt – vor allem jetzt unter erschwerten Corona-Bedingungen. Es ist aber auch der Beweis dafür, dass alles, wie schwierig es auch sein mag, gelingen kann, wenn es aus Überzeugung, mit Leidenschaft und Herzblut angegangen wird. Passend dazu das diesjährige Motto des Festivals: „Eine Geschichte aus Liebe.“ Und diese Liebe zur Musik, zur Musik von George Enescu teilen…