Die Entwicklungen nach der Machtübernahme der Taliban im stern-Ticker zur Lage in Afghanistan.

Die News zur Lage in Afghanistan:

18.54 Uhr: Seehofer bekennt sich zur Aufnahme von Ortskräften

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich ausdrücklich zur Aufnahme der afghanischen Ortskräfte und ihrer Familien bekannt. „Es ist vollkommen unbestritten, dass die Ortskräfte und ihre Familienangehörigen nach Deutschland kommen sollen und dass es dafür auch eine moralische Verantwortung gibt“, versicherte er nach seinem Auftritt im Innenausschuss des Bundestags in Berlin.

Gleichzeitig hob er die Möglichkeit hervor, Visaverfahren und Sicherheitsüberprüfung auch erst nach der Einreise der Betroffenen durchzuführen. Seehofer räumte ein, dass dies ein gewisses Sicherheitsrisiko beinhalte, betonte aber: „Wenn man hier eine Lösung will, dann muss man dieses Risiko eingehen.“ Zudem sei die notwendige Sicherheitsüberprüfung keine Sache von Tagen oder Wochen, sondern lediglich von Sekunden. Seehofer sagte auch: „Natürlich Journalisten, die für deutsche Sender oder Zeitungen gearbeitet haben – das sind alles Sachverhalte, wo ich dafür werbe, dass wir großzügig sind.“

18.47 Uhr: G7-Staaten fordern von Taliban Sicherheitsgarantien für Ausreisewillige

Die Außenminister der G7-Staaten haben von den radikalislamischen Taliban Sicherheitsgarantien für ausreisewillige Afghanen und Ausländer gefordert. Die Miliz müsse allen Menschen, die das Land verlassen wollen, sicheres Geleit gewähren, erklärte der britische Außenminister Dominic Raab, dessen Land derzeit den Vorsitz der G7 innehat. Insbesondere für afghanische Ausreisewillige ist es zur Zeit schwierig, zum Flughafen in Kabul zu gelangen, weil sie an Kontrollpunkten der Taliban aufgehalten werden.

18.42 Uhr: Möglicherweise noch Hunderte Deutsche in Afghanistan