Seit dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019  hat sich der Schutz von Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen verbessert. Andererseits gibt es weiterhin Probleme, wie aus der Analyse des Mediendienstes Integration hervorgeht, die in Berlin vorgestellt wurde. Danach fehlt jüdischen Gemeinden zum Teil nach wie vor das Geld etwa für privates Wachpersonal. In einzelnen Bundesländern wurde der Umfrage zufolge außerdem erst ein Teil der Mittel ausgezahlt, die nach dem Anschlag zugesagt worden waren.

Meist fehlt Geld für Wachdienst

Die Ausgangslage sei allerdings katastrophal gewesen. „Wenige Synagogen waren gut geschützt. Gemeinden mussten Maßnahmen wie Zäune, Poller, Einlassschleusen oder Videoüberwachung häufig selbst finanzieren.“ Im Vergleich dazu habe sich das Schutzniveau inzwischen deutlich verbessert.

Angriffe auf Synagogen in Deutschland

Welle von Schmierereien

Im Dezember 1959 wird die Synagoge in Köln zum Angriffsziel der rechtsextremen Reichspartei DRP. Zwei ihrer Mitglieder malen Hakenkreuze und den Schriftzug „Deutsche fordern: Juden raus“ auf das Gebäude. Es folgt eine Welle antisemitischer Schmierereien im ganzen Land. Die Täter werden verurteilt. Unter dem Eindruck der Vorfälle verabschiedet der Bundestag das Gesetz gegen Volksverhetzung.

Angriffe auf Synagogen in Deutschland

Erstes Brandopfer nach Jahrzehnten

Der Anschlag auf die Synagoge in Lübeck im März 1994 löst weltweites Entsetzen aus. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten steht wieder eine Synagoge in Brand. Die Täter: vier Männer aus dem rechtsradikalen Milieu – alle werden verurteilt. Am Folgetag gehen 4000 Lübecker unter dem Motto „Lübeck hält den Atem an“ auf die Straße. 1995 wird die Synagoge erneut Opfer eines Brandanschlags.

Angriffe auf Synagogen in Deutschland

Steinwürfe auf Alte Synagoge Essen

Mit Pflastersteinen bewaffnet attackieren im Oktober 2000 über 100 Palästinenser aus dem Libanon die Alte Synagoge in Essen. Der Vorfall…