Laut Berichten
US-Diplomaten in Deutschland klagen über Schwindel – ist es das mysteriöse „Havanna Syndrom“?

Die amerikanische Flagge weht auf dem Dach der US-Botschaft in Berlin

© Soeren Stache / DPA

Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit: Mehrere US-Diplomaten in Deutschland sind Medienberichten zufolge vom rätselhaften „Havanna-Syndrom“ betroffen. Dessen Auslöser ist nach wie vor ungeklärt.

Mindestens zwei US-Diplomaten in Deutschland sollen Medienberichten zufolge gesundheitliche Beschwerden gemeldet haben, die auf das sogenannte Havanna-Syndrom hindeuten. Das berichten der „Spiegel“ und das „Wall Street Journal“. Das „Wall Street Journal“ beruft sich dabei auf namentlich nicht genannte US-Diplomaten und nannte als Symptome unter anderem Schwindel, schwere Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Trägheit. Als Havanna-Syndrom werden mysteriöse Erkrankungen amerikanischer Diplomaten bezeichnet, die vor Jahren zuerst in der kubanischen Hauptstadt gemeldet wurden und bis heute Fragen aufwerfen.

Eine offizielle Bestätigung für die Fälle in Deutschland gab es zunächst nicht. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, sagte am Mittwoch in Washington auf eine entsprechende Frage hin, das Ministerium äußere sich generell nicht zu Einzelfällen dieser Art. Er betonte aber, Fälle mysteriöser gesundheitlicher Beschwerden von US-Diplomaten seien eine Priorität für Außenminister Antony Blinken. Es gebe nichts, was das Ministerium ernster nehme als die Gesundheit seiner Mitarbeiter. Im Außenamt und anderen Teilen der US-Regierung werde intensiv daran gearbeitet, den Ursachen auf den Grund zu gehen und betroffene Mitarbeiter zu unterstützen und zu versorgen.

Ursache für Symptome weiterhin ungeklärt

Dutzende in Havanna lebende Diplomaten und ihre Angehörigen hatten ab 2016 über rätselhafte Kopfschmerzen, Hörverlust,…