Podcast

„Heute wichtig“
Wie die Bundesregierung ihre Helfer:innen in Afghanistan aufgibt

Menschen liegen sich nach der Ankunft eines Busses mit Geflüchteten aus Afghanistan vor einer Aufnahmeeinrichtung in Hamburg-Rahlstedt in den Armen. Die ersten aus Kabul ausgeflogenen afghanischen Ortskräfte sind am frühen Mittwochabend in Hamburg eingetroffen.

© Bodo Marks / Picture Alliance / DPA

Wegen ihrer Unterstützung für die Bundeswehr und deutsche Organisationen werden afghanische Ortskräfte von den Taliban bedroht. Trotzdem scheitert ihre Ausreise häufig – an bürokratischen Hürden in Deutschland. Wie kann das sein? 

Die Evakuierungen von afghanischen Ortskräften aus Kabul laufen, doch vielen ehemaligen Helfern der Bundesregierung wird die Ausreise nach Deutschland nach wie vor verweigert. Im Podcast „heute wichtig“ erzählt eine Frau von ihrem erfolglosen Versuch, ihren Schwiegervater aus Afghanistan zu retten – einen ehemaligen Helfer der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Taliban scheren sich nicht um Fristen 

Weil der Mann schon seit dem Jahr nicht 2017 nicht mehr für die GIZ arbeite, sei er nicht berechtigt, in eines der Flugzeuge zu steigen, sagt seine Schwiegertochter Lorena, die ihren Nachnamen nicht nennen möchte. „Eine Terrororganisation wie die Taliban kümmert es nicht, was wir hier in Deutschland für Fristen festgesetzt bekommen von irgendwelchen Arbeitgebern“, sagt Lorena. „Sobald ein Taliban-Kämpfer ihn entdeckt, wird er umgebracht.“ 

© TVNOW / Andreas Friese

Podcast „heute wichtig“

Klar, meinungsstark, auf die 12: „heute wichtig“ ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik,…