Fischerei
Haushalte sitzen auf Fischkonserven – Absatz 2021 rückläufig

Eine Dose mit Heringsfilets. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

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Fischkonsum ist bei Naturschützern in der Kritik. Gleichwohl lassen sich Verbraucher den Appetit nicht verderben. Statt außer Haus wird Fisch in der Corona-Pandemie aber häufiger daheim zubereitet.

Konserven wie Thunfisch aus der Dose oder eingelegte Heringe bleiben bei Verbrauchern in Deutschland die beliebtesten Fischprodukte. Der Ansturm auf Fischkonserven hat sich nach Vorratskäufen im vorigen Jahr inzwischen aber wieder gelegt.

Das Fisch-Informationszentrum (FIZ) berichtete am Mittwoch in Hamburg für das erste Halbjahr 2021 von deutlichen Absatzrückgängen. «Insbesondere Fischdauerkonserven waren 2020 durch „Hamsterkäufe“ aufgefallen und liegen wohl noch in den Regalen der Haushalte», sagte der FIZ-Vorsitzende René Stahlhofen.

Vor einem Jahr hatte das Sprachrohr der Fischwirtschaft sogar von «Extremkäufen» in der ersten Jahreshälfte 2020 berichtet. Damals hatten viele Verbraucher in den ersten Monaten der Corona-Pandemie neben Klopapier und Seife haltbare Lebensmittel gehortet – zum Beispiel Nudeln, Reis, Mehl, Fertigsuppen und eben Dosenfisch.

Fischkonserven wie Thunfisch, Hering aus der Dose oder marinierte Heringe sind generell das beliebteste Fischprodukt der Verbraucher mit einem Marktanteil von insgesamt 31 Prozent, gefolgt von Tiefkühlfisch (23 Prozent), Krebs- und Weichtieren (13 Prozent), Frischfisch (12 Prozent) und Räucherfisch (11 Prozent). Speziell Thunfisch wurde durch den Run auf Konserven mit einem Anteil von 16,4 (Vorjahr: 11,4) Prozent sogar auf Platz zwei der beliebtesten Speisefische katapultiert, hinter Lachs (17,6 Prozent) und vor Alaska-Seelachs (15,2 Prozent).

Die Corona-Lockdowns mit langfristigen Schließungen haben im vergangenen Jahr den…