Fußball und die Impfdebatte
Klubs wollen keinen „Impfzwang“, aber der Fall Mainz zeigt: Das kann zum Problem werden

Mainzer Spieler nach dem erfolgreichen Spiel gegen RB Leipzig

© Thorsten Silz / DPA

Die meisten Bundesliga-Klubs halten nichts von einer Impfpflicht für ihre Profis. Stattdessen wollen sie mit Argumenten überzeugen. Doch der Fall Mainz zeigt: Toleranz kann auch schaden.

Bloß kein falsches Wort: In der heiklen Debatte um Impfungen für Fußball-Profis bemühen sich viele Bundesligisten um einen toleranten Umgang mit den Ansichten ihrer Spieler. Die meisten Klubs befürworten Impfungen für ihre Profis, es soll aber niemand gezwungen werden. „Es gilt, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und weiterhin gute medizinische Aufklärung im Sinne des Gesundheitsschutzes zu betreiben“, sagte Ulf Baranowksy, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch Borussia Dortmunds Trainer Marco Rose findet: „Beim Thema Impfen muss jeder für sich entscheiden.“

Doch die Diskussion bleibt spannend. Wie schwierig der Umgang der Vereine mit dieser Thematik ist, zeigt das Beispiel FSV Mainz 05. Die Mainzer hatten am Wochenende gegen RB Leipzig antreten müssen, obwohl elf Spieler in angeordneter Quarantäne waren. Drei Spieler und ein Co-Trainer waren positiv getestet worden, acht weitere Profis plus zwei Personen aus dem Trainerstab mussten als Kontaktpersonen zusätzlich isoliert werden, weil sie wohl nicht geimpft waren.

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