Den großartigen Fußballer Uwe Seeler haben die Menschen in der Bundesrepublik irgendwann „Uns Uwe“ getauft. In leichter Verbiegung der deutschen Sprache gelang es, deutlich zu machen: Das ist einer von uns. Guter Mann. Eigentlich bis heute. „Uns Uwe“ ist inzwischen 84. 

Die Stunde der Niederlage 

Und das, obwohl die ikonographischen Bilder den bodenständigen Fußballer aus Hamburg in der Stunde der Niederlage zeigen. Seeler verlässt am 30. Juli 1966 den Platz im alten Wembley-Stadion in London; die Engländer haben das WM-Finale gewonnen, unverdient, wie viele deutsche Fans bis heute denken. Wembley-Tor, der Ball war nicht hinter der Linie, die Älteren erinnern sich, als wäre es gestern gewesen.

Verloren, aber nicht geschlagen: Uwe Seeler nach dem Finale

Was das mit der Tennisspielerin Naomi Osaka zu tun hat, die seit Monaten mit angegriffener Psyche und der Vermeidung von Journalisten-Fragerunden auffällt? Nun, nachdem ihr Management den Naomi-Hype bei den Olympischen Spielen noch ein wenig höher drehen wollte, kommt der nächste „Shocking moment“ von Naomi. Auf einer Routine-Pressekonferenz in Cincinnati kommen ihr die Tränen. Zugegeben, die Reporterin hatte gerade nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti gefragt, der Heimat von Naomis Vater Leonard Francois. Aber eigentlich hatte die junge Frau auf dem Podium den Kopf bereits vorher gesenkt, die Augen hinter ihrer Kappe verborgen.

Präsenz on screen 

Schon als sich Osaka bei den French Open vor der Presse zurückzog, maulten einige Berichterstatter und verwiesen darauf, dass Sportstars auch den Rückenwind der Medien nutzen, dass Sponsoren für die Präsenz on screen bezahlen, dass sie nicht selten auch eigene Anliegen platzieren. Aber hier geht es um eine ganz andere Geschichte.

Auch ohne Golderfolg eine Große: Simone Biles

Osaka hat bei den Olympischen Spielen in Tokio zwar die Fackel bei der Eröffnungsfeier getragen, aber keine Medaille mitnehmen können. Interessant: Ebenfalls in Tokio musste die…