Lars Windhorst will Hertha BSC zur internationalen Marke ausbauen. Nun hat der Fußball-Bundesligist den Eingang der letzten noch ausstehenden Zahlung des 2019 bei Hertha eingestiegenen Investors bestätigt.

Die Berliner teilten mit, den Betrag in Höhe von 30 Millionen Euro aus der Investmentvereinbarung mit Windhorsts Unternehmen Tennor erhalten zu haben. Damit seien alle Vereinbarungen erfüllt und die Eigenkapitalfinanzierung beendet worden.

»Gerade in der schwierigen Zeit der Pandemie sichern Tennors Eigenkapitalbeiträge Handlungsspielräume für die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA und unser Profiteam,« sagte Carsten Schmidt, Geschäftsführer der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA.

Windhorst: »Ich stehe zu meinem Wort«

Seit 2019 hat Windhorst somit die vertraglich vereinbarten rund 375 Millionen Euro an den Hauptstadtclub gezahlt. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Berichte über Probleme bei der Zahlungsabwicklung durch Windhorsts Tennor Group gegeben. Diese waren sowohl von dem Investor als auch von Hertha BSC zurückgewiesen, zwischenzeitliche Kommunikationsprobleme in der Zusammenarbeit aber eingeräumt worden.

»Seit 2019 habe ich damit 375 Millionen Euro in den Verein investiert«, hatte Windhorst bereits am Freitag mitgeteilt. Und: »Ich stehe zu meinem Wort – und auch zukünftig an der Seite der Herthaner.«

Hertha kann das Geld womöglich gut gebrauchen. Zwar hatte Sportchef Fredi Bobic sich ablehnend über Spielräume bei möglichen Transfers geäußert. Allerdings hat der Klub bislang auch schon Kevin-Prince Boateng, Suat Serdar, Stevan Jovetic und Marco Richter neu verpflichten können.

Windhorst hält durch sein Investment 66,6 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Langfristig möchte der 44-Jährige den Verein mit seinen Finanzmitteln in die Champions League führen und am liebsten als internationale Marke etablieren. Der von ihm geprägte Begriff des »Big City Club« hatte auch vereinsintern zu Diskussionen geführt.